In den vier Ecken des barockisierten Chores befinden sich starke Pfeiler. Die flache, stuckierte Decke zeigt in einem runden Medaillon ein Lamm Gottes auf dem Buch der sieben Siegel vor einem Strahlenkranz. Um das Medaillon herum gruppieren sich acht baßgeigenförmige Medaillons aus Rocaillen (Muschelwerk), darin zarte Blütenschnüre. Am Übergang vom Altarraum zum Kirchenschiff wurde ein Chorbogen eingezogen. Pilaster (Wandpfeiler) und Archivolte (Innenseite des Rundbogens) sind mit Rokokostuckaturen (um 1766/68, sicher von Martin Seelmann, Staffelstein) verziert, im Scheitel das eine Auge Gottes. Eine geschwungene Chorstufe befindet sich an der Stelle der ehemaligen Kommunionbank.
Das Langhaus hat eine flache Decke, in deren Mitte ein Gemälde der Hl. Dreifaltigkeit (wohl Mitte/Ende 19. Jhdt.) als Fresko aufgebracht ist. Eine hölzerne, im Norden und Süden vorgezogene Empore auf vier Säulen schließt das Kirchenschiff nach Westen hin ab. Die Unterseite ihres Mittelteils ist stuckiert: in einer Gloriole aus Wolken und Engelsköpfen sieht man ein ursprünglich wohl segnendes (jetzt beide Arme großenteils abgebrochen) Christuskind.
Die Empore ist über zwei seitliche Wendeltreppen zu erreichen. Die inneren Handläufe dieser Treppen sind jeweils aus einem einzigen Stamm gefertigt, der unten in einer Muschel endet, so daß die Handläufe den Säulen ein gewendeltes Profil verleihen.
