Der farbig gefaßte Hochaltar aus Holz aus dem Jahr 1767/68 ist ein Werk des Franz Anton Thomas (gen. Böhm). Die plastischen Arbeiten schuf Georg Anton Reuß aus einer ursprünglichen Fassung von Werner Georg Müller aus Bamberg.
Der Altaraufbau wird gegliedert durch vier marmorierte korinthische Säulen mit vergoldeten Kapitellen und Säulensockeln. Im flachen Mittelteil befindet sich über dem klassizistischen, mehrfach veränderten Tabernakel (um 1800/10) das Altarblatt (1767/68), ein Gemälde mit dem Kirchenpatron, dem hl. Jakobus: Der Heilige in bodenlangem, langärmeligem, blauem Gewand und in kurzem, grauem Pilgermantel, mit Muscheln und Kreuzen besetzt, steht in einer Landschaft. Er stützt sich mit seiner Linken auf einen Pilgerstab. An seiner rechten Seite hängt eine Flasche (aus einer Kalebasse = einem Flaschenkürbis gefertigt). Seine rechte Hand hat er zum Segensgestus erhoben. Über ihm öffnet sich der Himmel.
Die beiden farbig bemalten und vergoldeten Skulpturen des hl. Joseph und der hl. Barbara (beide von Georg Reuß, 1767/68) blicken aus Nischen von links und rechts auf zum hl. Jakobus. Der hl. Joseph trägt mit beiden Händen das Christuskind. Die hl. Barbara hält in ihrer erhobenen Rechten einen Kelch mit Hostie.
Den oberen Abschluß des Hochaltars bildet in der Mitte eine mit gelbem Glas hinterlegte Öffnung, vor der eine Krone mit Strahlenbündeln sitzt. Die Öffnung ist umrahmt von einer Engel- und Wolkengloriole und wird umgeben von vier Putten und großen, rosenstreuenden Engeln über den äußeren Säulen.
Auf dem Tabernakel befinden sich, je nach der Zeit des Kirchenjahres, ein Lamm Gottes auf dem Buch der sieben Siegel, ein auferstandener Christus oder der Hl. Geist in Gestalt einer Taube. Über dem Altarblatt lautet die Inschrift einer annähernd herzförmigen Kartusche: "St. Jakobe. ora pro nobis" (hl. Jakobus, bitte für uns).
Eine mit einem schmiedeeisernen Gitter verschlossene Sakramentsnische aus dem 14./15. Jh. wird vom barocken Hochaltar verdeckt.
